Schon bald nach Bekanntgabe der Erfindung der Daguerreotypie nahmen erste Plattenhersteller ihre Arbeit auf. Mit Schlagstempeln kennzeichneten sie ihre Platten. Nicht immer jedoch ist die angegebene Firma tatsächlich auch der Hersteller, sondern manchmal nur der Zwischenhändler.
Im Großen und Ganzen erlauben diese Stempel jedoch interessante Rückschlüsse. Schon frühzeitig müssen wir mit einem Import und Export solcher Platten in großem Stil rechnen. Europäische Platten gelangten auch nach Amerika und umgekehrt.
Das obere Beispiel zeigt den Plattenstempel des Berliner Silberwarenfabrikanten und Hofgoldschmiedes George Hossauer. Die rote Farbe rührt daher, dass die Platte mit so genanntem Polierrot (ein zu Pulver gemahlenes Eisenoxid) glatt poliert wurde und sich die Rückstände in der Vertiefung des Schlagstempels festgesetzt haben.
Darunter zeigen wir einen seltenen Stempel der Hamburger Fabrikanten Gebrüder Spiro.
Etwa um 1850 kam dieser Schlagstempel auf Platten der Firma Fr. Schneider, Linkstraße 9 in Berlin zum Einsatz. Schneider war, bevor er sich selbständig machte, Plattenpolierer beim Berliner Goldschmied George Hossauer.
Beispiel für einen französischer Schlagstempel "H.B. 40". Zwischen Buchstaben und Ziffern ist ein auf einer Kugel sitzender Vogel abgebildet.
Schlagstempel des amerikanischen Plattenherstellers Louis B. Binsse
Schlagstempel des Plattenherstellers Scovill
Schlagstempel des Plattenherstellers Scovill
In Frankreich war es Vorschrift, Aussagen zum Silbergehalt der Deckschicht zu treffen.